AMZ-Delegation zur Lieferantenkonferenz in Poznan
Ende November nahm eine Delegation von AMZ an der Lieferantenkonferenz von Volkswagen Poznan teil. Organisiert wurde diese in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung von VW Poznan. Aufgrund einer Vorauswahl aus dem vorhandenen Pool sächsischer AMZ-Firmen (ca. 80 Firmen), die aus Sicht von VW gute Chancen für eine mögliche Zusammenarbeit bieten könnten, erfolgten die Einladungen. Betreut wurden die Teilnehmer vor Ort durch den AMZ Senior Experten für Polen, Dr. Bernd Tittmann. Die Unternehmen hatten die Möglichkeit, persönlich mit den zuständigen Managern Geschäftskontakte aufzunehmen. Ulrich Stark, Leiter der VW Gießerei in Poznan, empfing im Namen des Vorstandes die Teilnehmer der Delegation. Eine zweistündige Diskussion konnte viele Fragen und Anliegen der sächsischen Vertreter in Bezug auf eine mögliche Zusammenarbeit und Spezifika des polnischen Marktes klären. Für einzelne Firmen ergaben sich bereits an diesem Tag konkrete Ansätze zur Fortführung der Gespräche.
Zu ihnen gehört die UKM Fahrzeugteile GmbH. René Arndt, Geschäftsführer von UKM, fasst die zweitägige Reise nach Poznan wie folgt zusammen: „Wir haben viele neue, interessante Ansprechpartner kennen gelernt. Axel Müller, bei VWN verantwortlich für Beschaffung, legte dar, dass VW auf die Nutzung der in der jeweiligen Standortnähe entwickelten Lieferantenparks durch seine Zulieferer orientiert. Er berichtete von zahlreichen gelungenen Ansiedlungen. Das Werk Poznan konnte beachtliches Potential vorweisen: 2004 wurden mit rund 137.000 Einheiten fast 34 Prozent der Nutzfahrzeuge des VW-Konzerns montiert. Die UKM Fahrzeugteile GmbH plant aktuell keine Auslagerung von Teilen der Produktion. Dennoch haben wir die Standortinformationen zu Polen mit Interesse verfolgt. Gegenwärtig scheint der Schwerpunkt der Ansiedlungen noch auf mit hohem manuellen Aufwand und niedrigen Investitionskosten verbundene Arbeitsinhalte abzustellen. Ein anderes Feld stellt die JIS-Belieferung von Bauteilen mit hoher Varianz (z.B. Kabelbäume, Schallschutzmatten, Abgasanlagen) dar. Die Endkonfektionierung vor Ort spart signifikant Transport- und Lageraufwände. Den gelungenen Abschluss bildeten die Besichtigungen des Werkes 1 (Montagelinien) oder 4 (Logistikzentrum und Lieferantenpark). Insbesondere die Produktion verschiedener Autotypen in einem Prozess, inkl. der Bewältigung der dazugehörigen komplexen logistischen Herausforderungen, wurde erklärt. Die Teilnehmer wurden ferner eingehend und sehr offen über die realisierten Konzepte zur Gliederung des Werkes, der Betriebs- und Arbeitsplatzorganisation informiert. Für UKM war der Besuch der Konferenz ein Gewinn, der neben zahlreichen neuen Kontakten auch viele interessante Einblicke in innovative Produktionsprozesse bot."
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