AMZ rückt Neuheiten von Zulieferern ins rechte Licht

Verbundinitiative engagiert sich mit den Themenfeldern Innovation, Märkte und Personal gleich dreifach auf der Zuliefermesse Z vom 1. bis 4. März in Leipzig

Die Themen Innovation, Märkte und Personal bestimmen den Messeauftritt der Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen AMZ auf der Zuliefermesse Z vom 1. bis 4. März 2011 in Leipzig. „Die Konzentration auf diese Felder kommt nicht von ungefähr, denn sie sind die generellen Leitlinien unserer Arbeit. Wir unterstützen die sächsischen Zulieferer dabei, ihre Entwicklungskompetenzen zu stärken, die internationalen Geschäftsbeziehungen auszubauen sowie die notwendigen Fachkräfte für diese Prozesse zu gewinnen“, sagt AMZ-Projektmanager Prof. Dr. Manfred Bornmann.

Neuentwicklungen von Zulieferern und Engineeringunternehmen rückt die in Projektverantwortung der RKW Sachsen GmbH arbeitende Verbundinitiative am eigenen Stand in Halle 5 ins rechte Licht. Die Golle Motor GmbH aus Dresden stellt eine neue Motorentechnologie vor. Sie zeigt einen Zweitaktmotor, dessen Kolben ohne Öl im Zylinder laufen und dessen Kurbelwelle im hermetisch
abgeschlossenen Kurbelgehäuse keinem Einfluss von Verbrennungsgasen mehr ausgesetzt ist. „Durch dieses Verfahren werden keine Partikel mehr ausgeschleust. Es gibt keinen abbrennenden Ölfilm. Damit lassen sich Schadstoffemissionen erheblich reduzieren. Der Motor kann als umkehrgespülter Zweitakter oder als Gegenkolben-Zweitakter mit besonders hohen Leistungswerten bei niedrigem Verbrauch ausgeführt werden“, erläutert Geschäftsführer Dr. Hermann Golle die Vorzüge der neuen Motorentechnologie. Eingesetzt werden kann das Aggregat in Fahrzeugen aller Art. „Zurzeit ist es vor allem für Blockheizkraftwerke interessant. Ebenso bietet es als Range Extender Potenzial für das elektrische Fahren“, verweist Dr. Golle auf die Nutzungsmöglichkeiten. „Auf der Z wollen wir vor allem die Fahrzeugindustrie auf die Neuheit aufmerksam machen. Als Mitaussteller bei AMZ sehen
wir dafür gute Chancen. Ebenso zeigen wir unsere Entwicklung auf der Z-Innovationsschau“, sagt Dr. Golle.
AMZ hat die Innovationsschau bei der Vorveranstaltung 2009 mit aus der Taufe gehoben und sich für deren Fortführung engagiert. Fachleute führender Automobilhersteller wie BMW, Daimler, Opel, Porsche und Volkswagen übernehmen neben Vertretern des Z-Messebeirats die fachliche Bewertung
der eingereichten Neuheiten. Vor allem der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) hat sich um die Gewinnung der Branchenspezialisten für diese Aufgabe verdient gemacht.
Ein weiterer Mitaussteller am AMZ-Stand ist die Stemke GmbH Kunststoff und Form aus Waldheim. Die 2007 aus der Stemke Kunststofftechnik GmbH Döbeln ausgegründete Serienspritzgießerei stellt ihr Leistungsspektrum vor. Das Unternehmen hat sich u. a. auf die Fertigung aller Kunststoffkomponenten für Fahrzeugspiegel spezialisiert und liefert diese Produkte beispielsweise für den T5 von Volkswagen. Neben Nutzfahrzeug- und Busherstellern steigt die Zahl der Kunden im Pkw-Bereich kontinuierlich an. „Uns ist es im Vorjahr gelungen, beträchtliche Aufträge in diesem Segment zu generieren“, sagt Vertriebsleiter Jonathan Franke. Die Präsentation auf der Z nutzt der Betrieb für die weitere Marktarbeit. „Für uns als junges Unternehmen ist die Plattform AMZ sehr
interessant. Wir finden hier die richtigen Ansprechpartner und Strukturen vor. Deshalb haben wir uns entschlossen, noch aktiver in diesem Kreis mitzuarbeiten, die Vorzüge des Netzwerkes noch besser zu nutzen und sind Mitglied in der Arbeitsgruppe Automobilzulieferer des RKW Sachsen e. V.
geworden“, so Jonathan Franke. Die Themen Marktarbeit und Kooperation dominieren eine weitere Aktivität von AMZ: Die Verbundinitiative gehört zu den Organisatoren des „Russland-Forums“, dass am 1. März anlässlich der Zuliefermesse Z und der Maschinenbaumesse intec stattfindet. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft der russischen Republik Tatarstan sowie der Regionen Swerdlowsk und Kaluga präsentieren wichtige Modernisierungsvorhaben und zeigen Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit mit sächsischen Unternehmen auf. Erneut beteiligt ist AMZ an der Gestaltung des Studententages auf der Z und der intec am 4. März. Eine Job- und Informationsbörse bietet potenziellen Arbeitgebern aus dem Fahrzeug- und
Maschinenbau sowie Studenten und Absolventen aus diesen Bereichen die Chance zum Kennenlernen. Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft, Bildung und Politik informiert zur Attraktivität des Industriestandortes Sachsen, zum neuen Hochschulgesetz und zu den
Auswirkungen des demografischen Wandels.

Über AMZ
Die Verbundinitiative wurde 1999 vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ins Leben gerufen. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittelständischen sächsischen
Automobilzulieferer nachhaltig zu verbessern. AMZ hat unter Projektverantwortung der RKW Sachsen GmbH bisher 277 Projekte initiiert. Daraus resultieren beträchtliche Umsatz- und Arbeitsplatzpotenziale. So werden
die insgesamt beteiligten 1048 Unternehmen mittelfristig zusätzlich rund 2,75 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Damit geht die Schaffung von ca. 5100 neuen Arbeitsplätzen einher. Außerdem erhielten die Unternehmen durch die Netzwerkarbeit wesentliche Impulse zur Ausweitung ihres angestammten Geschäftes. Ebenso entstanden aus AMZ-Aktivitäten zehn neue Firmen.
In der jetzigen Phase bis 2012 konzentriert sich die Verbundinitiative insbesondere auf die Themen Innovation, Märkte und Personal.

Kontakt:

Doris Hantscho
Marketing
Tel.:    +49 351 8322-372
Fax:    +49 351 8322-48372
E-Mail: hantscho(at)rkw-sachsen.de

Prof. Dr. Manfred Bornmann
Bereichsleiter Projekte
Tel.:    +49 371 5347-344
Fax:    +49 371 5347-294
E-Mail: bornmann(at)rkw-sachsen.de

Pressemeldung vom 04.02.2011

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