Geförderte Gründer in allen Bereichen erfolgreicher

RKW und L-Bank stellen Studie zur Gründungsförderung in Baden-Württemberg vor

Die Existenzgründer des Jahrgangs 2001 waren trotz der schwierigen Wirtschaftslage außerordentlich erfolgreich. Die jungen Unternehmen zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie überdurchschnittlich viele Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Bei einem erstaunlich großen Teil wachsen Beschäftigung und Umsatz dynamisch.

Die L-Bank stellt ihre Fördermaßnahmen regelmäßig auf den Prüfstand. In diesem Zusammenhang wurde die im Dezember 2000 neu konzipierte Gründungs- und Wachstumsfinanzierung in einer „Studie zur finanziellen Förderung von Existenzgründern durch das Land Baden-Württemberg“ durch das RKW (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft e. V.) untersucht.

Die Studie präsentierten der Vorstandsvorsitzende der L-Bank, Christian Brand, und der Geschäftsführer des RKW Baden-Württemberg, Dr. Albrecht Fridrich, heute der Öffentlichkeit.

Förderung Beitrag für Gründungserfolg

Brand zeigte sich erfreut, dass „mehr als vier von fünf geförderten Gründern die ersten fünf Jahre erfolgreich gemeistert haben - und das trotz schwieriger Wirtschaftslage.“ Im Vergleich zu dem von der L-Bank geförderten Gründungsjahrgang 1992 ist die Überlebensquote mit 83,2% um einen Prozentpunkt gestiegen. Verglichen mit nicht geförderten Gründungen ist die Überlebensrate der Geförderten zum Teil wesentlich höher.

„Eine zukunftsorientierte Wirtschaft ist auf Existenzgründungen angewiesen“ unterstrich Fridrich. „Sie sind Zeichen für wirtschaftliche Vitalität, für Aufbruch, Innovationen und die Durchsetzungskraft neuer Ideen. Diese Kultur der Selbstständigkeit gilt es zu fördern.“ Dass in Baden-Württemberg gute Geschäftsideen tatkräftig unterstützt werden, belegte Brand mit aktuellen Zahlen: „Die L-Bank hat in diesem Jahr bereits rund 3.000 Gründern an den Start geholfen, die landesweit Investitionen von rund einer Dreiviertel Milliarde Euro ausgelöst haben.“

Für die L-Bank war im Zuge der Studie von zentraler Bedeutung, welche Auswirkungen die Förderung durch das GuW-Programm auf die Gründungsaktivitäten hat. „Deshalb haben wir gezielt die Frage gestellt, welchen konkreten Nutzen die Gründer aus der Förderung ziehen konnten“, so Brand. Die meisten der geförderten Unternehmen sehen in der Förderung eine wesentliche Erfolgskomponente. 42,5% von ihnen wären nach eigener Einschätzung ohne sie weniger erfolgreich gestartet. Für mehr als ein Drittel aller Unternehmen war eine Gründung in dieser Dimension erst durch die Förderung möglich - ansonsten hätten sie unter Umständen wesentlich kleinere Brötchen backen müssen.

Finanzierung Thema Nummer Eins

„Wir sind der Frage nachgegangen, welche Aspekte der Förderung von den Gründern als besonders nützlich angesehen werden“ erläutert Fridrich. „An erster Stelle stehen hier die Zinsverbilligung (90%), tilgungsfreie Jahre (76%) und die lange Festschreibung des reduzierten Zinssatzes (71%).“

Für drei von vier Firmen war das Thema Finanzierung ein wichtiger Aspekt. Damit untermauert die Studie, dass Finanzierung nach wie vor das Thema Nummer 1 ist. Wie erwartet, haben außerdem die Fragen um die eigene Geschäftsidee, das Marketing, die Standortwahl und die Steuerfragen ein besonders hohes Gewicht.

„Wir haben in der L-Bank die Maxime: Gute Gründungen dürfen nicht am Geld scheitern. Deshalb rate ich jedem, sich professionelle Hilfe zu holen“, appellierte Brand an die Existenzgründer. Die Studie ergab, dass sich mehr als drei Viertel der Unternehmer vor der Unternehmensgründung extern beraten lassen. Über die Hälfte werden während der ersten Geschäftsjahre durch Dritte betreut. Die Beratung vor der Gründung erfolgt zum größten Teil über die Hausbanken, die Steuerberater, Unternehmensberater und die Kammern.

Fazit

Baden-Württemberg verfügt mit der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung über ein bedarfsgerechtes Förderangebot. Die einzelnen Förderkomponenten werden von den Gründern als hilfreich eingeschätzt. Die hohe Überlebensrate der geförderten Unternehmen ist ein wichtiger Beitrag, die Selbstständigenquote im Land zu erhöhen.

Internet: http://www.rkw-bw.de/Info/m1/aktuell/copy_of_studie-lbank

Pressemeldung vom 07.05.2007

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