1. Innovationswerkstatt "Industrie trifft Design" durchgeführt

Veranstaltung am 07.02.2012 mit großen Zuspruch - weitere folgen

Made in Germany – dabei denkt man zuerst an schwere Maschinen und zuverlässige Produkte, bei denen allein die Funktionalität im Vordergrund steht. Design bringt man mit dieser Marke dagegen weniger in Verbindung. Ist Design in der Industrie überhaupt relevant? Ist es eher graphisches Beiwerk, oder kann es auch im Entwicklungsprozess von Investitionsgütern eine größere Rolle spielen? Diese Fragen wurden von der 1. Innovationswerkstatt Wirtschaft am 7. Februar unter dem Schwerpunkt „Industrie trifft Design“ aufgegriffen. Vertreter sächsischer und überregionaler Unternehmen trafen zu der Gemeinschaftsveranstaltung des Hightech Startbahn Netzwerk e. V., des RKW Sachsen und von neonworx im GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau in Dresden zusammen, um sich zu diesem Thema und weiteren aktuellen Entwicklungen auszutauschen.

Design steigert den Absatz

Fünf Vorträge lieferten interessante Impulse und anschauliche Praxisbeispiele. Jens Junker (Geschäftsführer RKW Sachsen GmbH) ging auf den Strategic Gap ein: Viele Manager unterstreichen zwar die Bedeutung von Design, setzen dies aber nicht praktisch um. Hierfür sei ein Perspektivwechsel nötig - Design gehört nicht an das Ende, sondern an den Anfang der Produktentwicklung. Wie das in der Forschung aussehen kann, führte Jens Krzywinski vom Zentrum für Technisches Design der TU Dresden anhand verschiedener Studien im Sondermaschinenbau vor Augen. Michael Arpeging anschließend auf die praktische Umsetzung in internationalen Projekten ein. Der Geschäftsführer von ma design verdeutlichte, wie Design zusätzliche Möglichkeiten für Attraktivitäts- und Absatzsteigerungen von Produkten erschließt. Dies zeigte auch Martin Fiedler vom Designbüro neongrau mit seinen innovativen Entwicklungen vom Stadtfahrrad bis zum Klimagerät. Der Spezialist für Markenbildung Andres Kühn rundete die Vorträge mit einem aufschlussreichen  Einblick ab, wie Design zum Image einer Marke und damit zur Vertrauensbildung bei Kunden beitragen kann.

Praktische Anwendungen und Erfahrungsaustausch

Die anschließenden Workshops nutzten viele der Anwesenden, um mit den Praktikern ins Gespräch zu kommen und innovative Lösungsansätze für ihre eigenen Problemstellungen zu entwickeln. Parallel konnte man sich von dem ArchitektenClemens Galonskaüber die Entstehung der Deutschen Werkstätten Hellerauaufklären lassen. Das über 100 Jahre alte Ensemble ist selbst aus innovativem Unternehmertum entstanden und damit ein geeignetes Anschauungsobjekt für die gelungene Symbiose von Industrie und Design. Beim gemeinsamen Abendessen tauschten die Teilnehmer neben den eigenen Erfahrungen und neu gewonnenen  Eindrücken natürlich auch Kontakte und Visitenkarten aus.

Die 1. Innovationswerkstatt Wirtschaft hat mit dieser Initiative einen idealen Rahmen dafür geschaffen, das Industrie und Design in Sachsen noch besser zusammenfinden. Und auch dafür, dass man bei Made in Germany künftig nicht mehr nur an schwere,  große und wenig ästhetische Maschinen denkt.


Pressekontakt:

RKW Sachsen GmbH 
Dienstleistung und Beratung
Doris Hantscho
Leiterin Marketing
Tel.: 0351 8322-372
E-Mail: hantscho(at)rkw-sachsen.de

Pressemeldung vom 10.02.2012

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