Zweiter Platz beim 5. IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2009: Initiative "TeMaK" setzt sich aus 132 Bewerbern durch

Insgesamt zwölf Unternehmen aus den sechs ausgeschriebenen Clustern standen im Endausscheid um den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland. Am 10. Juni 2009 wurden die IQ-Gewinner bekannt gegeben. Platz 2 im Bereich Cluster Automotive ging an die Initiative TeMaK. Den Preis nahmen Matthias Meyer, Koordinator des Wachstumskernes, und Dirk Virian, Sprecher der Initiative TeMaK, entgegen (Foto). Projektträger für das Projektmanagement des Wachstumskernes TeMaK ist die RKW Sachsen GmbH.

(Foto: Ben Rimmer, Leipzig, www.benrimmer.com)

Magnesium ist ein ambivalentes Metall. Einerseits überzeugt es durch hohe Stabilität und ist dabei wesentlich leichter als Stahl und 1/3 leichter als Aluminium. Außerdem ist es nahezu unbegrenzt verfügbar. Das macht es ideal für Leichtbaukonzepte im Fahrzeugbau, mit deren Hilfe sich Energieverbrauch und Umweltbelastung drastisch reduzieren lassen. Andererseits lassen sich Magnesiumlegierungen nicht kalt umformen, sondern müssen in mehreren Schritten immer wieder erwärmt und ausgewalzt werden. Das macht die Bearbeitung bislang extrem aufwändig und teuer. Auch die hohe Korrosionsanfälligkeit und fehlende Konzepte zum Recycling lassen es bislang ein Schattendasein im Fahrzeugbau fristen.

Wirtschaftlicher Einsatz von Magnesiumlegierungen

Diesen Zustand zu beenden, hat sich die Initiative „TeMaK“ (Technologieplattform zum Einsatz von Magnesium-Knetlegierungen für den Fahrzeugbau im Produktlebenszyklus), ein Zusammenschluss von 16 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen und Thüringen, auf ihre Fahnen geschrieben. Innovationen entlang der gesamten Prozesskette machen dabei den wirtschaftlichen Einsatz von Magnesiumlegierungen möglich.

Zu Beginn wird das Magnesium eingeschmolzen und mit einem neu entwickelten Gieswalzverfahren in einem Arbeitsschritt zu Blechen oder als Coil ausgewalzt. Weitere Innovationsschwerpunkte bilden neue Verfahren zum Umformen, Trennen und Fügen des Werkstoffs Magnesium. Ersteres erfolgt mittels Erwärmung der Legierung durch die Induktionsspannung eines elektromagnetischen Feldes. Auch die Korrosionsgefahr wurde durch eine neu entwickelte Oberflächenbeschichtung gebannt. Am Ende der Kette steht ein Verfahren zum Recycling und der anschließenden Wiederverwertung von Formteilen aus Magnesium. Damit steht dem Siegeszug des bisher verkannten Metalls nichts mehr im Wege.

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:
Matthias Meyer
Tel.: 0351 8322-371
E-Mail: meyer(at)rkw-sachsen.de

 

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