AMZ öffnet Türen zu Auslandsmärkten: Vielfältige Aktivitäten mit aufstrebenden Automobilregionen in Osteuropa und Asien
Das Erschließen neuer Märkte ist für kleine und mittelständische Unternehmen wettbewerbsnotwendig, doch oft nicht aus eigener Kraft zu stemmen. Die Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) hat deshalb einen Schwerpunkt ihrer Arbeit darauf gelegt, die zumeist kleinen sächsischen Zulieferer beim Anbahnen von Geschäftsbeziehungen im Ausland als „Türöffner“ zu unterstützen.
Der Fokus liegt dabei auf den aufstrebenden Automobilregionen in Osteuropa und Asien, wie die jüngsten Aktivitäten verdeutlichen. Am 30. Juni informierten sich Vertreter von Wirtschaft und Politik aus dem russischen Gebiet Kaluga unter Leitung von Maksim Shereykin, Minister für wirtschaftliche Entwicklung der Region Kaluga, beim AMZ-Projektträger RKW Sachsen GmbH über die sächsische Verbundinitiative.

- Helmut Müller (l.) erläuterte vor den Gästen aus Kaluga die Arbeitsweise der Verbundinitiative
Helmut Müller (links im Bild), Geschäftsführer der RKW Sachsen GmbH, stellte das Netzwerk vor. Die projektbezogene Arbeitsweise von AMZ stieß auf großes Interesse der Gäste, die in ihrer Region mit den Ansiedlungen von Volkswagen, Volvo Lkw und Peugeot-Citroen eine ähnliche Situation erleben wie Sachsen nach der Wende. (vorn im Bild: Dr. Manfred Liebl, Russlandbeauftragter für den Freistaat Sachsen)
Reise zur Interauto/MIAS 2009 geplant
Mit dem Treffen in Dresden fanden auch Kontakte eine Fortsetzung, die bereits während sächsischer Unternehmerreisen vor Ort in Kaluga geknüpft wurden. Eine erneute Chance zur Kontaktanbahnung auf dem russischen Markt haben sächsische Firmen zur Interauto/MIAS 2009, die vom 26. bis 30. August 2009 in Moskau stattfindet. AMZ organisiert für interessierte Unternehmen vom 27. bis 29. August 2009 eine Orientierungsreise zu dieser jährlich stattfindenden Automobil- und Zuliefermesse.
Verstärkte Aktivitäten in Polen
Weiter verstärkt hat AMZ die Aktivitäten in Polen. Mit dem Auto Forum Club (AFC) Breslau, dem in Polen tätige Automobilhersteller und Zulieferer angehören, schloss die Initiative eine Kooperationsvereinbarung. Themen sind unter anderem eine vertiefte Zusammenarbeit bei der Geschäfts- und Fachkräfteentwicklung beiderseits der Grenze.
Positive Effekte zeigte die Vereinbarung bereits zum AFC-Zuliefertag 2009 am 29. und 30. Juni in Legnica. Unter den 110 teilnehmenden Firmen befanden sich auch sächsische Unternehmen, die zum Großteil Erstkontakte zu Einkäufern namhafter Finalproduzenten und Systemlieferanten herstellen konnten. Gemeinsam mit AMZ werden diese Anbahnungen weiter konkretisiert.
Den Kontaktaufbau zwischen sächsischen Firmen und in Polen tätigen Unternehmen der Autoindustrie hat AMZ bereits in den vergangenen Jahren mit Lieferantentreffen und Workshops unterstützt. Seit 2006 nutzt sie dafür mit dem „Sächsischen Abend“ auf Schloss Kraskow bei Breslau eine besonders exklusive Form der Kooperationsbörse. Dessen Konzept wird in Zusammenarbeit mit dem AFC noch detaillierter auf die Wünsche der Unternehmen zugeschnitten und zum nächsten „Sächsischen Abend“ im Frühjahr 2010 erlebbar.
Unternehmerreise nach China
Ebenso steht der Riesenmarkt China auf der AMZ-Agenda. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ präsentiert sich Sachsen als Partnerland der Provinz Hubei. Im Oktober ist eine Unternehmerreise in diese industriell geprägte Region geplant, auf der sich insbesondere Ausrüster und Dienstleister für die Automobilindustrie präsentieren können.
AMZ bereitet diese Aktivitäten mit vor und knüpft damit an den Besuch einer Unternehmerdelegation aus der Provinz Hubei an, die sich im November 2008 u. a. über die Potenziale der sächsischen Automobilzulieferindustrie informierte. Zu ihnen gehörten Vertreter des großen chinesischen Automobilherstellers Dong Feng Motor, die sich sehr interessiert an einer Zusammenarbeit mit sächsischen Firmen zeigten.
AMZ-Kontakt für Auslandsaktivitäten:
Felix Erler
Tel.: 0371 5347-191
E-Mail: erler(at)amz-sachsen.de
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