Prioritär in der Krise: Innovationen, Märkte und Fachkräfte - AMZ erfolgreich auf der Z in Leipzig
Der Andrang am neu gestalteten Messestand der Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) zur Zuliefermesse Z, die große Nachfrage zum AMZ-Länderspecial Polen sowie die gestiegene Interessentenzahl zum Studententag waren eindrucksvolle Beweise, dass die Verbundinitiative auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die richtigen Prioritäten für ihre Arbeit gesetzt hat.
"Den Fokus auf Innovationen, Märkte und Fachkräfte zu legen, ist gerade zu diesem Zeitpunkt wichtig, denn jetzt werden die Weichen gestellt, damit man beim Anziehen der Konjunktur einen guten Startplatz hat", erläutert Dr. Claudia Scholta, Projektmanagerin der Verbundinitiative.
Innovationen als Besuchermagnet
Mit Innovationen sächsischer Automobilzulieferer präsentierte sich AMZ, dessen Projektträger die RKW Sachsen GmbH ist, vom 24. bis 27. Februar auf der Zuliefermesse Z in Leipzig. Der neue elektrische Kunststoffstellmotor der Steffen Söhner GmbH Glashütte, der weiterentwickelte Gurthöhenversteller der Autoliv Sicherheitstechnik GmbH Döbeln und eine Elektronikplattform für Fahrerassistenzsysteme der BITSZ Electronics GmbH Zwickau erwiesen sich als echte Besuchermagneten. "Die Firmenvertreter konnten auf dem AMZ-Stand zahlreiche Fachgespräche führen, Kontakte ausbauen sowie neu knüpfen. Eine besondere Wertschätzung erfuhren sie durch den Besuch des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft und Arbeit, Thomas Jurk, der sich ausführlich das Innovationspotenzial der Neuheiten erläutern ließ", resümiert Dr. Scholta.
AMZ-Special "Unternehmer laden ein – Fokus Polen"
Dass innovative Produkte und Leistungen eine wichtige Voraussetzung sind, um neue Märkte zu erobern, wurde zum AMZ-Special "Unternehmer laden ein" deutlich. Die Veranstaltung im Rahmen der Zuliefermesse widmete sich in diesem Jahr der Automobilindustrie in Polen. Manager von Volvo Polska, Volkswagen Poznan und Solaris Bus & Coach erläuterten Chancen der Zusammenarbeit für Zulieferer im Bus- und Nutzfahrzeugbereich. Volvo ist für seine Busfertigung daran interessiert, Lieferanten mit noch mehr "Baugruppenkompetenz" zu finden, verdeutlichte Geschäftsführer Detmar Kampmann. Für die gesamte Volvo Bus Gruppe startete das Projekt Columbus, mit dem weltweit neue Lieferanten gesucht werden. Für Baugruppen wie Klimaanlagen, Sitze oder Türsysteme liegt die Einkaufsverantwortung in Polen. Darüber hinaus können sich auch jederzeit Anbieter von Ausrüstungen wie Schweißvorrichtungen oder Messlehren bewerben, betonte Kampmann auf eine Anfrage aus dem Publikum hin.
Patron heißt das Einkaufsprojekt beim Kleintransporterhersteller Volkswagen Poznan. Die Optimierung von Kosten sowie Beschaffungswegen und die Erhöhung des "local content" nannte Bernd Wewior, Leiter Logistik und Beschaffung, als wesentliche Ziele. Solange Olszewska, Vorstandsvorsitzende von Solaris Bus & Coach, verwies darauf, dass der erste Hybridbushersteller Europas die Pläne in Richtung Elektrofahrzeug vorantreibt. Generell ist das Unternehmen auf der Suche nach Lieferanten – u. a. für die Entwicklung elektronischen Zubehörs sowie für Lösungen zur Optimierung des Energiebedarfs.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Personalentwicklung
Chancen für sächsische Unternehmen besitzt der polnische Markt nicht nur im Bereich der Automobilzulieferungen. Ansatzpunkte für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Personalentwicklung skizzierte Norbert Böhme, Geschäftsführer von SCP Sachsen Consult Poznan. Polen biete sich an, die Fachkräftelücke bei Ingenieuren zu schließen, weil das Nachbarland das größte personelle Potenzial Osteuropas hat und mit einer hohen Ausbildungsqualität aufwarten kann. Die AMZ-Seniorexperten Polen von SCP planen mit einer Pilotgruppe sächsischer Unternehmen den Aufbau eines Kontaktnetzwerkes. Interessenten sind dafür herzlich willkommen.
Jobbörse mit Karrierechancen
Die Rekrutierung künftiger Ingenieure stand auch im Mittelpunkt des Studententages zur Z und intec am 27. Februar. Mehr als 600 Studenten informierten sich auf einer Jobbörse über Karrierechancen in der Automobilzulieferindustrie sowie im Maschinenbau. Das waren rund 150 Interessenten mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs resultiert nicht zuletzt aus der erweiterten Basis, auf welche die Veranstaltung gestellt wurde. Nachdem die Premiere von der Verbundinitiative VEMAS organisiert wurde, haben in diesem Jahr VEMAS und AMZ im Rahmen der sächsischen Fachkräfteinitiative ProfiSACHS gemeinsam diesen Tag vorbereitet und durchgeführt.
Haben Sie Fragen zur Verbundinitiative AMZ, dann wenden Sie sich an:
Dr. Ing. Claudia Scholta
Tel.: 0371 5347-368
E-Mail: scholta(at)amz-sachsen.de
Kontakt
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