Energieeinsparung ohne Bindung von Eigenkapital: Beleuchtungssysteme im Fokus der Energieeffizienz
Energiesparende Beleuchtungssysteme reduzieren Kosten durch geringeren Stromverbrauch und längere Lebensdauer. Gerade im betrieblichen Umfeld, in Produktions-, Werk- und Lagerhallen sowie in Außenbereichen werden häufig Hochdruckdampfentladungslampen eingesetzt. Aber auch bei diesen Lichtquellen besteht Einsparpotenzial, das mit geringen Anfangskosten und wenig Aufwand auszuschöpfen ist!
Besonders dort, wo größere Hallenhöhen zu finden sind und Brückenkrane betrieben werden, werden zurzeit drei Lampentypen eingesetzt:
- Quecksilberdampflampen,
- Natriumdampflampen,
- Halogenmetalldampflampen.
Häufiger Einsatz birgt auch viel Einsparpotenzial
Gerade im Maschinenbau, Stahlbau, Gießereien, Glaswerken, stationären Baubetrieben und ähnlichen Gewerben finden sich staub- und schmutzintensive Arbeitsprozesse. Da die Hochdruckdampfentladungslampen auch in dieser Umgebung eine hohe Lichtausbeute bei langer Lebensdauer bieten, werden sie in diesen Bereichen häufig eingesetzt.
Weitere Vorteile sind die geringe und damit instandhaltungsfreundliche Anzahl von Lichtpunkten und die gestalterische Einflussmöglichkeit auf die Anordnung des Beleuchtungssystems.
Mehr Licht aus weniger Strom
Eben weil diese Beleuchtungssysteme so häufig zum Einsatz kommen, werden sie kontinuierlich weiterentwickelt, denn das Einsparpotenzial für Energie- und Instandhaltungskosten ist groß. Daher ist folgende Innovation auf dem Markt erschienen:
Neuartige Vorschaltgeräte erlauben den Betrieb der herkömmlichen Beleuchtungsanlage bei besserer Energieeffizienz und Lichtausbeute. Dieser Effekt wird durch einen mikroprozessorgesteuerten Vorgang in Kombination mit neuen dimmbaren Leuchtmitteln erzielt.
Bislang war es so, dass sich während des Betriebs der Lampe Reststoffe aus den Elektroden am Leuchtkörper absetzten. Das führte zwangsläufig zu höheren Temperaturen und damit zu Gasverlust. Die Lichtleistung nahm somit ab und der Energieverbrauch stieg. Zudem wurde beim Einschalten der Lampe ein starker Stromfluss im Inneren erzeugt, der das Gasgemisch zum Leuchten anregt – um dann wieder reduziert zu werden. Damit diese Reduktion des Stromflusses erfolgen konnte, waren auch bisher Vorschaltgeräte erforderlich.
Der Unterschied zu den neuen, mikroprozessorgesteuerten Vorschaltgeräten in Verbindung mit dimmbaren Lampen ist der, dass die Zündung der Lampen nun bis zu 30 mal schneller zu realisieren ist.
Mit „intelligenter Dimmung“ Energie sparen
Ein weiterer Vorteil besteht in der Möglichkeit einer „intelligenten Dimmung“. Durch die integrierten Kommunikationsschnittstellen in den neuen Vorschaltgeräten können die Lampen zentral mit einer Steuerungszentrale vernetzt werden. Dies ermöglicht eine programmierbare Überwachung und Steuerung der Beleuchtungssysteme und eben den Effekt der „intelligenten Dimmung“. Denn nun können die Lichtverhältnisse den äußeren Umweltbedingungen, wie z. B. Einfall natürlichen Lichts durch Fenster und Luken angepasst werden. Das bedeutet, dass in Räumen bzw. Bereichen mit viel Tageslichteinfall die künstliche Beleuchtung automatisch auf das notwendige Maß reduziert werden kann. Dies kann durch den Einsatz von Lichtsensoren automatisch erfolgen.
So herrschen gleichmäßig gute Lichtverhältnisse in sämtlichen Räumen und Bereichen des Betriebes bei sparsamem Energieverbrauch. Insgesamt lassen sich die durch ein neuartiges Vorschaltgerät erzielten Effekte wie folgt zusammenfassen:
- Erhebliche Verschleißreduzierung,
- Stärkere Leuchtkraft,
- Start ohne Flackern,
- Lautloses Leuchten,
- Stabile Leuchtkraft während der Einsatzzeit,
- 2-3 fache Lebensdauer gegenüber bisheriger Technologie.
Einsparpotenziale
Abhängig von Einsatzort und Umgebung lassen sich allein durch das kontinuierliche Dimmen bis zu 30% der Energiekosten sparen.
Insgesamt können durch den Einsatz elektronischer Vorschaltgeräte die für die Beleuchtung aufgewendeten Energiekosten um über 40% gesenkt werden.
Dabei resultieren die Einsparungen aus:
- der präzisen Steuerung,
- der nicht mehr erforderlichen Überdimensionierung der Lampen zur Erzielung der Nutzungsdauer sowie
- der Dimmtechnologie und deren Nutzbarkeit.
Ein weiteres Einsparpotenzial ergibt sich aus der Verdoppelung der Wartungsintervalle für die Lichtsysteme, die durch die neuen Vorschaltgeräte erreicht werden. Damit reduzieren sich die Wartungskosten erheblich.
Finanzierungsmodell Energieeinsparcontracting
Durch das Energieeinsparcontracting besteht für Firmen, die sich in einer geeigneten Ausgangssituation befinden, die Möglichkeit, ein solches Beleuchtungssystem ohne zusätzliche Investitionskosten zu realisieren.
Dies kann als alleinige Maßnahme zur Energieeinsparung, aber auch im Zusammenhang mit den Gewerken Heizung, Lüftung, Klima und Druckluft (siehe Ausgabe 03/04 2009) erfolgen.
Im Kern basiert das Contractingmodell auf einer kostenfreien „Energieeinsparanalyse“ (hier konkret für Beleuchtung) und führt bei einem positiven Ergebnis zu einem Angebot für eine neue Technik mit definierter Einspargarantie.
Innovation ohne Risiko
Dabei plant und realisiert der Contractor nicht nur das Projekt, er trägt auch alle anfallenden kaufmännischen und technischen Risiken! Die Refinanzierung erfolgt ausschließlich auf der Grundlage der eingesparten Energie oder eines Teils davon.
Die erforderlichen finanziellen Mittel für Planung, Realisierung, Wartung und Instandhaltung stehen dem Contractor während der Refinanzierungszeit aus der Umschichtung der eingesparten Energiekosten zur Verfügung, d. h. dem Kunden entstehen keine zusätzlichen Kosten. Nach Ablauf der Refinanzierungszeit geht die Anlage in das Eigentum des Kunden über.
Namenhafte Contractoren verfügen derzeit über flexible Contractingmodelle, die auf Auslastungsschwankungen in der Produktion reagieren können. Aus diesem Grund stehen diese Modelle zunehmend im Fokus von Realisierungsentscheidungen.
„Rundum sorglos“ mit Energieeinsparcontracting
Zusammengefasst bietet das Modell Ihnen und Ihrem Unternehmen als „Rundum-Sorglos-Paket folgende Vorteile:
- definierte gesicherte Energieeinsparung,
- Schonung der eigenen Bilanz,
- optimierte Prozessgestaltung auf Basis neuester technischer Erkenntnisse,
- Integration neuer Technik ohne zusätzliche Investitionskosten.
Gerade dieser letzte Punkt stellt einen erheblichen Vorteil dar, denn er führt in der Regel zu einer zeitnahen Beseitigung eines Investitionsstaus.
Werden im Rahmen der Energieeinsparanalyse auch andere Gewerke wie Heizung, Klima, Druckluft und Lüftung einbezogen, besteht unter Umständen die Möglichkeit der Quersubventionierung. Somit könnte zeitgleich mehr Potenzial mit vertretbarer Vertragslaufzeit erschlossen werden.
Unternehmen, die an einem Energieeinsparcontracting mit dem vorgestellten Beleuchtungssystem interessiert sind, müssen zwei Kriterien erfüllen: Hallenflächen, deren Beleuchtung mehr als 100 Leuchten erfordert, und eine hohe Zahl an Betriebsstunden der Leuchten. Damit wird deutlich, dass mit diesem Modell vorwiegend bei mehrschichtig arbeitenden Betrieben eine Erschließung des Einsparpotenzials zu erwarten ist.
Bei Fragen zum Thema Energieeinsparcontracting wenden Sie sich bitte an:
Hans Rohkrämer
Tel.: 0351 8322-325
E-Mail: rohkraemer(at)rkw-sachsen.de
Kontakt
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