„Fördermittel müssen noch besser an Bedarfslage angepasst werden“ – Informationsveranstaltung zu Finanzierungsmitteln im Automobilbau

Sächsische Automobilzulieferer und Banker diskutierten die „Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung in der aktuellen Krisensituation“ am 07. April 2009 in Chemnitz. Auf der Informationsveranstaltung der Verbundinitiative AMZ wurde deutlich: Bund und Freistaat Sachsen stellen Mittel zur finanziellen Hilfe zur Verfügung, dafür fordern die Banken aber Sicherheit und Transparenz von den Unternehmen.

Unternehmen: Szenarien prüfen

Die sächsischen Automobilzulieferer brauchen weiterhin schnell und unkompliziert Geld, um neue Projekte zu finanzieren. Dafür fordern die Banken höchstmögliche Transparenz und Sicherheit: „Wir erwarten keine prophetischen Gaben von den Unternehmen. Aber sie sollten alle möglichen Szenarien für den Geschäftsverlauf 2009 aufstellen“, so Helmut Prausner, Bereichsleiter Unternehmenskunden bei der Sachsen Bank.

Bund und Land: Finanzmittel vorhanden

Staatliche Mittel sollen helfen, drohende Finanzierungslücken zu schließen. Sachsen hat dazu ein Mittelstands-Stabilisierungsprogramm (MSP) aufgelegt. Thomas Metzner, Direktor bei Pricewaterhouse-Coopers, erläuterte, dass die Ausreichung der Gelder über die Hausbank erfolge und mit einer Bürgschaft in Höhe von 80 Prozent verbunden sei. Ähnlich funktioniert auch das Prozedere beim KfW-Sonderprogramm 2009, das nicht nur für Mittelständler gelte. Dieses und weitere Angebote der bundesdeutschen Förderbank stellte Marcus Kaufmann von der KfW-Bankengruppe vor.

Johann Varga, Leiter Expert bei der RKW Sachsen GmbH, führte auf Basis aktiver Erfahrung im Beratungsgeschäft aus, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Mittel des Freistaates Sachsens und des Bundes noch ungenügend aufeinander abgestimmt seien. Hinzu komme, dass diese Fördermittel „der Anforderungssituation unserer Unternehmen nur teilweise entsprechen“.

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