„AMZ-Campus“: Türen zur Wissenschaft noch weiter öffnen – Neue Veranstaltungsreihe der Verbundinitiative gestartet
Die Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) ist im Januar 2008 in ihre dritte Phase gestartet. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit hat deren Fortführung bis Ende 2012 beschlossen. Mit der Projektverantwortung betraute es wie auch in den Phasen I und II die RKW Sachsen GmbH. AMZ konzentriert sich in Phase III auf Innovationen, Märkte und Personal - "AMZ-Campus" bringt Unternehmen und Forschung enger zusammen.
Nachdem es seit dem Start von AMZ 1999 gelungen ist, die sächsischen Automobilzulieferer beim Aufbau einer gesunden Kundenstruktur zu unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig zu verbessern, konzentriert sich das Team der Verbundinitiative in der dritten Phase auf die Stärkung der Entwicklungskompetenzen, den Ausbau der internationalen Geschäftsbeziehungen sowie die Sicherung der notwendigen Fachkräfte in der Automobilzulieferindustrie des Freistaates. "Wir setzen den Fokus ganz klar auf die Themen Innovationen, Märkte und Personal", sagt AMZ-Projektmanagerin Dr. Claudia Scholta. "Ziel ist es, Produkte und Prozesse mit Know-how im Markt zu platzieren, denn nur mit Hochtechnologieleistungen können sich die Firmen im Wettbewerb behaupten."
Auftaktveranstaltung widmete sich Leichtbau
Um für diese Anforderungen gezielt und vorausschauend Wissen zu gewinnen, setzt AMZ auf eine noch engere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Die Verbundinitiative hat dazu bereits im Dezember 2007 die neue Veranstaltungsreihe "AMZ-Campus" ins Leben gerufen. "Die Ziele der neuen Reihe sind: Türen öffnen in die Forschungswelt, Kooperationen für technologische Innovationen zwischen Industrie und Wissenschaft anregen und gemeinsam die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte vorantreiben", so Dr. Scholta auf der Auftaktveranstaltung. Dass die Unternehmen ebenfalls dieses Anliegen verfolgen, zeigte die äußerst gute Resonanz auf die erste Veranstaltung.
Die Premiere fand am Institut für Allgemeinen Maschinenbau und Kunststofftechnik der TU Chemnitz statt. Prof. Dr. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, stellte das Leistungsspektrum zum Thema Leichtbau vor.
Leichtbauorientierte Bauweisen für Faserverbundstrukturen, Auslegungsverfahren für hochbelastete anisotrope Faserverbunde (Anisotropie bezeichnet u.a. in der Materialwissenschaft die Richtungsabhängigkeit einer Eigenschaft), neuartige Spritzgießkomponenten mit Textilverstärkung, Modifikation und Verarbeitung von Naturfasern, innovative Kunststoffverarbeitungsmaschinen sowie die technologische Integration von Sensorik und Adaptronik (Wissenschaft des Aufbaus selbstanpassender, aktiv reagierender Systeme) in Kunststoffbauteile sind Forschungsschwerpunkte.
Innovationen mit Blick auf Großserie
Prof. Kroll verwies auf einige hauseigene Innovationen. Dazu gehört der weltweit erste Sticksenor im Faserverbund. Er wird eingesetzt im ebenfalls am Institut entwickelten elektronischen Gaspedal, ist großserientauglich und universal einsetzbar. Das Pedal selbst besteht aus einem Faserverbundwerkstoff und nur noch drei Teilen. Herkömmliche Pedale aus Stahl sind aus bis zu 13 Einzelteilen zusammengesetzt. Inzwischen arbeiten die Chemnitzer Wissenschaftler bereits daran, das elektronische Gaspedal mit Blick auf die Großserienproduktion in nur einem Arbeitsgang zu spritzen.
Dass Forschung und Lehre am Institut Hand in Hand gehen, belegte der Vortrag von Stefan Heuer, Student im neunten Semester. Er hat in einer Ingenieurarbeit mit und für ein Chemnitzer Kunststofftechnik-Unternehmen eine Einrichtung zum Warmmahlen von Gummi entwickelt. Das Wirkprinzip wird gegenwärtig zum Patent angemeldet.
Für weitere Informationen zu AMZ oder bei Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Claudia Scholta
RKW Sachsen GmbH Dienstleistung und Beratung
Projektkoordinatorin AMZ
Tel.: 0371 5347-368
E-Mail: scholta(at)rkw-sachsen.de
Informationen finden Sie auch unter: http://www.amz-sachsen.de/
„AMZ-Campus“
Die nächsten Veranstaltungen "AMZ-Campus" sind geplant
- am Interdisziplinären Zentrum für Fahrerassistenzsysteme IFAS der TU Chemnitz (22. Mai 2008)
- sowie am Institut für Automobiltechnik Dresden der TU Dresden (Termin noch nicht bekannt).
Weitere Informationen erteilt:
Janine Preis
RKW Sachsen GmbH Dienstleistung und Beratung
Projektkoordinatorin
Tel.: 0371 5347-389
E-Mail: preis(at)amz-sachsen.de
Kontakt
- Telefon: 0351 8322-30
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