Stand Fachkräftemangel in Deutschland, unser Nachwuchs bald in der Hand von Zeitarbeitsfirmen?

Trotz vieler offensichtlicher Anzeichen ist der Fachkräftemangel noch nicht allen Unternehmen bewusst. Teilweise wird er sogar von Politik und Wirtschaft dementiert. Übernehmen die nötigen Maßnahmen jetzt die Zeitarbeitsfirmen und setzen so Standards?

Viele dürften die gestrige Tagesschau mit Argwohn verfolgt haben. Nicht nur Stuttgart 21 beschäftigt die Nation, auch eine andere, eher ungewohnte Neuigkeit wurde bekannt. Die Zeitarbeitsfirma Fair bildet qualifizierte Fachkräfte für die Metallbranche aus. Der Geschäftsführer Wilfried Herking sagte dazu „das hat sich in den letzten Monaten sehr stark erhöht, dass zeigt allerdings auch sehr stark das qualifizierte Facharbeiter den Markt nur noch bedingt zur Verfügung stehen“ Fest steht also mittlerweile, dass der Fachkräftemangel sogar Zeitarbeitsfirmen dazu zwingt, sich ihren Nachwuchs direkt zu beschaffen.


Auch schätzt der Geschäftsführer: Zukünftig werden ihn seine Kunden nicht mehr nur für die Vermittlung von Arbeitskraft bezahlen, sondern vorrangig für deren Qualifizierung. Fest steht dabei für ProfiSACHS: Zeitarbeitsfirmen die mit der „Ware“ Arbeitskraft handeln, sind direkt am Puls des Problems. Sie können fast täglich mitverfolgen wie sich Angebot und Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften entwickelt. So ist es nicht überraschend, dass zukünftig ein Teil unseres Nachwuchses auch schon direkt in den Zeitarbeitsfirmen ausgebildet wird. Dieser Umstand dürfte sich umso weiter verschärfen, je weniger gegen den Fachkräftemangel getan wird.


Ein weiteres Anzeichen dafür, dass auch in Zukunft der Bedarf an Fachkräften weiter steigen wird ist, dass der Stand der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um 284‘000 auf den derzeitigen Strand von 2‘931‘000 sank.

Egal wie man die derzeitigen Entwicklungen bewertet, zeigt sich doch der Bedarf an der Arbeit von ProfiSACHS und der Verbundinitiativen, die dazu beiträgt, dass Sachsen national und international wettbewerbsfähiger wird und wettbewerbsfähig bleibt

Kontakt:

Alexander Ladwig
Projektkoordinator Fachkräfte
Tel.:   +49 371 5347-135
Fax:    +49 371 5347-294
E-Mail: ladwig@amz-sachsen.de


Quelle: Tagesschau vom 30.11.2010 20:00

Artikel vom 01.12.2010

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