Zukunft Auto - Das Auto der Zukunft mitgestalten

Verbundinitiative AMZ stellt in neuer Broschüre berufliche Perspektiven in der sächsischen Automobilzulieferindustrie vor

Bis am Band eines Fahrzeugherstellers ein Auto zusammengebaut werden kann, müssen rund 10.000 Einzelteile dafür produziert und vormontiert werden – vom Kotflügel über Motorbaugruppen, Schalter, Sensoren, Kabel bis hin zu Radio und Schnittstelle für das Mobiltelefon. Der Löwenanteil dieser Entwicklungen und Fertigungen – etwa 70 Prozent – passiert nicht bei den bekannten Automobilmarken, sondern bei den eher unbekannten Zulieferern.

Sachsen besitzt mit rund 750 Teilefertigern, Dienstleistern und Ausrüstern eine vielfältige Zulieferlandschaft für die Automobilindustrie und damit attraktive berufliche Perspektiven für junge Menschen, hier am Auto der Zukunft mit zu bauen. Auf welchen Gebieten Chancen liegen, zeigt eine neue Broschüre der Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) auf. Unter der Überschrift „Zukunft Auto“ kommen Lehrlinge, Studenten, Facharbeiter und Ingenieure zu Wort, die in den Bereichen Energie, Chemie, Metall, Kunststoff, Textil, Informatik, Elektrotechnik, Logistik, Produkt- und Prozessgestaltung sowie Produktionstechnik lernen und arbeiten. Sie alle haben etwas mit dem Auto von heute und morgen zu tun, denn chemisches Wissen wird gebraucht, um beispielsweise Lithium-Ionen-Batterien für den Elektroantrieb zu entwickeln und zu produzieren oder Airbags sicher auszulösen. Gute Kenntnisse für die Kunststoffverarbeitung helfen, das Auto immer leichter und trotzdem sicher zu machen. Textilien finden nicht nur als Sitzbezug Verwendung, sondern übernehmen immer mehr technische Funktionen. Diese und viele weitere berufliche Möglichkeiten zeigen die jungen Chemielaboranten, Beschichtungstechniker, Textilingenieure, Konstrukteure, Energietechniker, Metall-Facharbeiter, Kunststofftechniker, Softwareentwickler, Logistiker, Schweißfachleute, Produkt- und Prozessgestalter sowie Maschinenbauer am Beispiel ihrer beruflichen Entwicklung auf.

Gleichzeitig bietet die Broschüre damit einen Einblick in die zumeist kleinen, aber sehr zukunftsorientieren Zulieferunternehmen in Sachsen. „Die Firmen stehen zwar oft im Schatten von Großunternehmen, aber sie haben sich zu stabilen Betrieben mit hoher Innovationskraft entwickelt und bieten gute Perspektiven. Wie notwendig es ist, junge Menschen für eine berufliche Zukunft in Sachsen zu begeistern, zeigt die demografische Entwicklung. Bis 2020 wird sich die Bevölkerung im Freistaat gegenüber 2006 um neun Prozent vermindern. Doppelt so stark reduziert sich dabei der Anteil der Erwerbspersonen im Alter zwischen 25 und 65 Jahren.

Interessenten können die Broschüre bei der Verbundinitiative AMZ beziehen.

Kontakt:
Alexander Ladwig
Projektkoordinator Fachkräfte
Tel. 0371 5347-135
E-Mail: ladwig(at)amz-sachsen.de

Artikel vom 10.08.2009

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