AMZ-Unternehmer laden ein
HQM induserv Chemnitz öffnete Türen
Zum Jahresauftakt 2012 startete die von der RKW Sachsen GmbH gemanagte Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) mit einem Termin in einer ihrer traditionellsten Veranstaltungsreihen. In dem seit 2005 etablierten Treff „AMZ-Unternehmer laden ein“ öffnete am 25. Januar die HQM induserv GmbH in Chemnitz ihre Türen zu Besichtigung, Wissens- und Erfahrungsaustausch.
AMZ-Manager Prof. Dr. Manfred Bornmann informierte die Teilnehmer über die Vorhaben der Initiative 2012, dem letzten Jahr der dritten AMZ-Etappe, in dem die Weichen für die Fortführung der Arbeit neu gestellt werden müssen. Ziel ist, die Kräfte weiter zu bündeln. Dazu werde der Zusammenschluss mit dem Automobil-Cluster Sachsen beitragen, der im April erfolgen soll. Gemeinsames Vorgehen kennzeichnet auch die sächsisch-bayerische Bewerbung für das Bundesprojekt „Schaufenster Elektromobilität“. AMZ hat hierfür die Errichtung einer virtuellen Qualifizierungsakademie für Fach- und Führungskräfte angeboten. Unabhängig vom Erfolg der Bewerbung werde diese Institution gemeinsam mit mitteldeutschen Fachhochschulen und Bildungsreinrichtungen aufgebaut, um das Bemühen der Unternehmen nach qualifizierten Fachkräften zu unterstützen. Ein weiteres Angebot ist der Kompetenzcluster „Märkte/Kooperationen“, der von ACOD, IHK Chemnitz und AMZ mit dem Ziel gegründet wurde, den kleinen und mittelständischen Zulieferern bei der Internationalisierung ihres Geschäftes zur Seite zu stehen. AMZ werde sich in den nächsten Wochen gezielt an die Unternehmen wenden, um zu erfahren, inwieweit die vorgesehenen Leistungen dem Bedarf der Zulieferer entsprechen und auf welchen weiteren Gebieten Unterstützung erwartet wird.
Michael Köppe, Geschäftsführer der HQM induserv, gab einen Einblick in das Leistungsspektrum des Unternehmens, das zur rund 750 Mitarbeiter zählenden HQM-Gruppe gehört. Die Gruppe mit Hauptsitz in Leipzig und Standorten in Zwickau, Chemnitz, Wuppertal, Tröbitz und Bratislava ist in den Bereichen Automotive, Rohrleitungssysteme, Wärmebehandlung und industrielle Dienstleistungen tätig. Der letztgenannte Bereich konzentriert sich vor allem am Standort Chemnitz bei HQM induserv. Die rund 100 Mitarbeiter arbeiten auf den Gebieten Werkstofftechnik, Messtechnik, Qualitätsdienstleistungen sowie Teilereinigung und Behältermanagement. Zur Werkstofftechnik gehören umfangreiche Werkstoffprüfungen sowie chemische und Sauberkeitsanalysen. Die Messtechnik umfasst Werkskalibrierungen sowie Kalibrierung nach Normen der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS, Prüfmittelmanagement sowie Bauteilvermessung und Erstmusterprüfung. Prüfen, Sortieren und Nacharbeiten von Teilen sowie Lieferanten- und Reklamationsmanagement sind Hauptarbeitsgebiete im Bereich Qualitätsdienstleistungen. Im Behältermanagement werden alle Leistungen von Konfektionierung, Kommissionierung und logistischem Handling inklusive der Reinigung erbracht. Die Reinigung von Teilen erfolgt mittels Spritz- und Ultraschallverfahren. Bis zu 30.000 Behälter werden arbeitstäglich bei HQM induserv umgeschlagen. Von der Leistungsfähigkeit der einzelnen Bereiche und den Wirkungen des Behältermanagements beim Kunden VW-Motorenwerk Chemnitz konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung bei Rundgängen direkt überzeugen.
Helmut Hennicke, AMZ Senior-Expert und ehemaliger Leiter des VW-Motorenwerkes, würdigte die Entwicklung der gesamten HQM-Gruppe als sächsisches Erfolgsmodell. Diesen Weg können auch andere gehen, betonte er und verwies darauf, dass die gesamte Gruppe mit Qualität und Zuverlässigkeit, mit Risikobereitschaft und Mut zu neuen Wegen ein Partner von VW und weiteren OEM geworden sei. Dabei habe AMZ eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, denn die Angebote der Initiative für Informationsgewinn und gemeinsame Projektarbeit biete wichtige Anhaltspunkte, um den eigenen Stand zu bestimmen, Probleme mit einem neutralen Partner zu besprechen und die richtigen Kooperationsmöglichkeiten zu finden – alles in allem viele Chancen für die Sicherung von Unternehmenszukunft. Hennicke ermunterte die Firmenvertreter, weiterhin aktiv die Arbeit von AMZ mit ihren Anliegen zu befördern, denn Sachsen brauche auch in Zukunft eine solche Organisation, die die Zulieferer unterstützt.
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