Unternehmensnachfolge - ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Sachsen: RKW Sachsen Jahrestagung mit Sommerfest am 14. Juni 2007

Wenn irgend möglich, verdrängen Menschen die Gedanken an ihr Alter. Und entsprechend schlecht sorgen sie nicht selten für diese Zeit vor. Nicht anders bei der Regelung der Unternehmensnachfolge. Zunächst scheint sie in weiter Ferne zu liegen. Dann gibt es stets Dringlicheres zu erledigen. Doch irgendwann - viel schneller als gedacht - ist es soweit: Es geht nicht mehr. Ein Nachfolger muss her. Oder das Unternehmen hört auf zu sein.

Wohl dem, der in einer solchen Lage einen tüchtigen, erfahrenen und nicht zuletzt vertrauenswürdigen Nachkommen hat, dem er die Zügel anvertrauen kann. Diese Fälle gibt es. Aber sie sind keineswegs mehr die Regel. Der sächsische Mittelstand ist nämlich genauso kinder- und enkelarm wie die übrige Bevölkerung und das heißt: sehr arm. Eine Alternative ist der familienfremde Manager. Um Enttäuschungen zu vermeiden und Schaden vom Unternehmen fern zu halten, sollte dieser jedoch geraume Zeit Seite an Seite mit dem Inhaber tätig gewesen sein.

Das erübrigt sich bei einem Verkauf. Hier kommt es jedoch nicht nur auf den richtigen Käufer, sondern ebenso auf den richtigen Zeitpunkt an. Unter Druck gelingt nur selten etwas Gutes. Bleibt die  Übergabe an die Mitarbeiter. Auch das ist manchmal möglich, aber meist nicht einfach. Das Fazit: Nur rechtzeitige Planung gewährleistet eine reibungslose Unternehmensnachfolge und damit die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Sachsen.

(Autor: Prof. Meinhard Miegel, IWG Bonn)

 

Jahrestagung am 14. Juni 2007 in den Deutschen Werkstätten Hellerau

"Unternehmensnachfolge - ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Sachsen", mit diesem Motto möchte das RKW Sachsen auf der diesjährigen Jahrestagung kleinen und mittleren Unternehmen Anregungen geben, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Neben dem Sächsischen Wirtschaftsminister Thomas Jurk (Referat: "Mittelstandsbericht 2005/2006 - Unternehmensnachfolge im sächsischen Mittelstand") und Prof. Meinhard Miegel vom IWG Bonn (Referat: "Alles ändert sich - auch die Unternehmensleitung"), berichten drei sächsische Unternehmer über ihren Lösungsweg der Unternehmensfortführung:

  • Reinhold Meier, Geschäftsführer MAXROI Graphics GmbH, Görlitz kaufte die Druckerei am 1. Februar 2007 von der Familie W. Clark Robbins.
  • Dietrich Wetzel, Plauener Spitzen und Gardinen, Einzelunternehmung, Plauen, plant die Übergabe der Firma an seinen Sohn Marco Wetzel
  • Rainer Otto, Geschäftsführer, Mauritius Brauerei GmbH, Zwickau, kaufte zusammen mit dem Geschäftsführer Werner Weinschenk die Brauerei Mauritius aus dem Inbev-Konzernbestand heraus und führt diese heute als Privatbrauerei.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde, geleitet vom stellvertretenden Chefredakteur der Sächsischen Zeitung, Peter Weißenberg, können Sie unseren Referenten und Unternehmern Fragen stellen und Erfahrungen austauschen.

Gleichzeitig sind Sie herzlich eingeladen, bei dem traditionell daran anschließenden Sommerfest die schöne Atmosphäre der Deutschen Werkstätten Hellerau zu genießen, miteinander ins Gespräch zu kommen, alte Bekannte zu treffen und neue Gesichter kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Für die freundliche Unterstützung der RKW Sachsen Jahrestagung mit anschließendem Sommerfest bedanken wir uns bei PostModern, Dresden, und der ABC Factoring GmbH, Berlin. 

Artikel vom 01.05.2007

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