Sanierung

Unternehmer finden Expertise und Hilfe vor Ort Berater des RKW Sachsen helfen aus der Krise.

Infolge der aktuellen wirtschaftlichen Lage geraten gerade kleine und mittlere Unternehmen durch den Ausfall wichtiger Kunden oder nicht bezahlter Lieferungen in die Krise – häufg ohne eigenes Verschulden. Zudem verschlechtert sich die Situation in den Unternehmen, die sich bereits vorher in einer Krise befanden.
 
Insbesondere wenn im Unternehmen eine "kritische Liquidität" entstanden ist, fordern Kreditinstitute immer häufiger eine sogenannte Fortführungs¬prognose oder gar ein Sanierungsgutachten, zumeist mit der Auflage verbunden, dies durch einen externen Spezialisten erstellen zu lassen. Das kostet oft viel Zeit, Geduld und noch mehr Geld. Immer öfter wird dabei ein externes Gutachten nach dem IDW S6 Standard "Anforderungen an die Erstellung eines Sanierungsgutachtens" eingefordert. Der Stellenwert einer guten Finanzkommunikation nimmt dadurch stetig an Bedeutung zu.

Das externe Gutachten nach IDW S6 Standard

Ein Gutachten nach dem IDW S6 Standard trifft eine Aussage zur Kernfrage eines jeden Unternehmens in kritischer Lage: Ist das Unternehmen noch zu retten – und wenn ja, wie gelingt dies am besten? Dabei sind folgende Punkte zu klären:

  • Darstellung der aktuellen wirtschaftlichen Lage und deren Ursachen
  • Analyse des aktuellen Krisenstadiums
  • Leitbild des Unternehmens und dessen Bezug
  • Umsetzung realistischer Maßnahmen zur Bewältigung der Krise
  • Erarbeitung einer integrierten Unternehmensplanung, in welcher sich die Maßnahmen und Perspektiven mit ihren Wirkungen widerspiegeln.

Warum verlangen Banken solch ein Gutachten?

Erhöht sich bei einem Kreditgeber durch eine verschlechterte Bonität seines Kreditnehmers das Risiko, dass der Kredit nicht oder nicht vollständig zurückgezahlt werden kann, müssen Banken dieses Risiko besonders prüfen. Dazu sind sie durch den Gesetzgeber mit den "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) verpfichtet.             

Um einem Unternehmen seine "Sanierungsfähigkeit" auch nachhaltig bestätigen zu können, müssen hierbei zumindest drei wesentliche Punkte klar und nachvollzieh¬bar erfüllt sein:

  • die sogenannte Fortführungsfähigkeit im
    Sinne des HGB,
  • eine tatsächliche (künftige) Wettbewerbsfähigkeit und
  • eine tatsächliche (künftig) gegebene Möglichkeit, eine ausreichende Rendite zu erzielen.

Hohe Komplexität der Erfassung und Planung

Diese Komplexität der Anforderungen an ein Gutachten nach dem IDW Standard S6 verlangt immer häufger ein interdisziplinäres Herangehen an die Erarbeitung. Es reicht nicht mehr aus, nur einen "guten Betriebswirt" zu haben, der eine Planung erstellt. Vielmehr ist auch darauf zu achten, dass die Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähig sind, die aktuelle Marktlage erkannt wird und, daraus abgeleitet, gegebenenfalls neue Absatzgebiete zu erschließen. Außerdem sollten in alle Überlegungen und Planungen folgende Faktoren mit einbezogen werden:

  • Effektivität der Produktion bzw. Leistungserstellung
  • Fertigungslogistik
  • Erfordernisse der Modernisierung
  • Qualität und Flexibilität der Forschung und Entwicklung (F&E)
  • Quantität, Qualität und Flexibilität der Beschäftigten

Fachgruppe Sanierung – Experten aus vielen Bereichen

Diese Vielfalt erfordert einen breiten und gesicherten Zugang zu Fachspezialisten unterschiedlicher Gebiete. In Betrachtung dieser hohen Anforderungen hat das RKW Sachsen mit der Fachgruppe Sanierung eine Plattform geschaffen. Diese vereint Spezialisten unterschiedlicher Fachgebiete und koordiniert deren spezifschen, zielorientierten Einsatz in den Unternehmen. Dies beginnt mit auf Sanierung und Krisenbewältigung spezialisierten Betriebswirten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie Angehörigen der rechtsberatenden Berufe und geht hin bis zu Fachspezialisten für Fertigung, Produktion, Logistik, Märkte, F&E und Personal.

Dabei versteht sich die Fachgruppe Sanierung als Ergänzung zu den bereits bestehenden Möglichkeiten des "Runden Tisches" bzw. der "Turn-Around-Beratung", die in hervorragender Qualität durch die Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern als akkreditierte Regionalpartner der KfW angeboten werden.

Hochspezialisiert und vor Ort verfügbar

Das RKW Sachsen hat mit der Fachgruppe Sanierung die Möglichkeit geschaffen, auf hochspezialisiertes Wissen und Können ausgewählter Experten zurückzugreifen, wenn die vorrangig zu nutzenden Möglichkeiten des "Runden Tisches" und der "Turn-Around-Beratung" ausgeschöpft sind. Die Ergebnisse des "Runden Tisches" und der "Turn-Around-Beratung" werden hierbei aktiv aufgenommen und einbezogen. In der Gestaltung arbeitet dabei die Fachgruppe Sanierung mit ihren Experten sowohl regional als auch aufgabenspezifsch. Durch die Sicherheit, dass die Spezialisten jeweils vor Ort in den Regionen zur Verfügung stehen, ist eine zeitlich kurze Reaktion möglich. Der Regionalbezug der Experten sorgt zudem für eine hohe Kenntnis der unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten.

Für Beratungen am "Runden Tisch" bzw. "Turn-Around-Beratung"

Für erste Beratung und Hilfe stehen Ihnen für die Unternehmenssanierung Ansprechpartner in der IHK und HWK in Ihrer Stadt zur Verfügung.

Unsere Experten stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Unternehmenssanierung zur Verfügung.

Gern bin ich Ihr Ansprechpartner:

Johann Varga
Telefon: 0351 8322-350
E-Mail: varga(at)rkw-sachsen.de
Internet: www.rkw-expert.de

Artikel vom 23.04.2010

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