AMZ-Workshop bei Volkswagen in Poznan

Gemeinsam mit Projektleitern und Einkäufern von Volkswagen Poznan über Kooperationsmöglichkeiten zu sprechen, stand im Zentrum des durch die Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) gemeinsam mit Volkswagen Poznan organisierten Workshops. Er widmete sich den Themen „Werkzeugbau; Galvanik und Warmbehandlung“. Im Mai diesen Jahres nahmen zehn durch AMZ ausgewählte und durch VW bestätigte mittelständische Unternehmen aus Sachsen teil, u.a. HAL Automotive Plauen GmbH, HTM Härtetechnik und Metallbearbeitung GmbH, Misslbeck Konstruktions- und Betriebsmittelbau GmbH & Co. KG und dmb Metallverarbeitung GmbH & Co. KG. Sie trafen beispielsweise den Finanzvorstand von VW Poznan Marc Trigo-Teixeira, den Leiter Beschaffung und Disposition Ralf Michel, den Leiter der ortsansässigen VW Gießerei Ullrich Stark sowie Tomasz Apolinarski, Beschaffung Gießerei, und Robert Aniol, Beschaffung Karosseriebau. „Die hochrangige Besetzung des Workshops mit VW-Vertretern war für uns Anlass, daran teilzunehmen“, erklärt Dr. Harald Schulz, Geschäftsführer der HAL Automotive Plauen GmbH.

Zum Auftakt stellte Piotr Musielak, Projektleiter Local Content VW-Poznan, die Historie des Standortes im Fahrzeugbau und den Neuaufbau vor. Anschließend hatten die teilnehmenden Firmen Gelegenheit, ihr Unternehmen und Leistungsspektrum vorzustellen. Der Besuch des Presswerks und der Aluminiumgießerei zeigte, wo zusammengearbeitet werden kann. Für die größte Gießerei von VW in Europa könnten z.B. sächsische Unternehmen einen Teil der Wertschöpfungskette nach dem Gießen der Bauteile übernehmen.

„Die Teilnehmer konnten mit konkreten Geschäftsideen und größtenteils mit der Zusage von VW, sie zu bestimmten konkreten Ausschreibungen einzuladen, die in sehr naher Zeit erfolgen werden, zurückkehren“, freut sich AMZ Senior Expert Polen Dr. Bernd Tittmann. „Wir konnten konkrete Projekte diskutieren. Im Vordergrund steht dabei die Ansiedelung von Unternehmen in Polen. Als Alternative ist aber auch die Bildung eines Konsortiums von Unternehmen denkbar, die in Sachsen beispielsweise die gewünschte Prozesskette realisieren und in Verbindung mit optimierten logistischen Dienstleitungen als attraktiver Partner für VW in Polen agieren könnten. Der Aufbau einer solchen Wertschöpfungskette würde sicherlich auch durch die AMZ unterstützt, zumal hierdurch neue Arbeitsplätze in Sachsen entstehen könnten“, resümiert Harald Schulz.

Artikel vom 10.08.2005

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