4. AMZ-Reise nach Japan: Deutlicher Qualitätssprung

- Andreas Seibel, Kaufmännischer Leiter der Steffen Söhner GmbH Glashütte-Schlottwitz, konnte bereits Aufträge mit Furukawa für dessen tschechisches Werk realisieren. Der Weg dorthin führt aber in jedem Fall über die Zentrale in Japan.
Mit der 4. Japan-Reise sächsischer Automobilzulieferer, -ausrüster und -dienstleister vom 25. Oktober bis 2. November 2002 konnte ein deutlicher Qualitätssprung erzielt werden. „Wir spürten bei den Firmenbesuchen deutlich, dass wir als Partner kommen, die gebraucht werden“, konstatiert Karin Heidenreich von der Wirtschaftsförderung Sachsen, die diese Reisen von Anfang an organisiert und dabei gute Unterstützung von der Japan External Trade Organization (Jetro) erfährt, die auch in Dresden mit einem Büro vertreten ist. „Japanische Unternehmen setzen auf langfristige Beziehungen. Deshalb ist es für einen Ausländer schwer, ins Geschäft zu kommen. Jetzt siedeln sich viele japanische Automobilzulieferer in Osteuropa an und suchen Partner. Daraus ergeben sich gute Chancen für unsere Firmen. Der Weg zum Erfolg führt jedoch ganz klar über die Firmenzentralen in Japan“, betont Karin Heidenreich. Deshalb nutzten viele Firmenvertreter bereits zum zweiten oder dritten Mal die Reise, um Kontakte zu realen wie potenziellen Geschäftspartnern bei individuellen Besuchen vor Ort aus- und aufzubauen.
Der Kaufmännische Leiter der Steffen Söhner GmbH Glashütte-Schlottwitz, Andreas Seibel, besuchte u. a. Furukawa: „Es war schon etwas abenteuerlich, allein mit dem Zug zu reisen, ohne die japanischen Schriftzeichen identifizieren zu können oder Durchsagen zu verstehen. Aber ich stand wie vereinbart vor der Tür. Das hat für angenehmes Erstaunen gesorgt.“ Andreas Seibel konnte bereits auf seiner ersten Japan-Reise 2001 einen Auftrag gewinnen. Söhner liefert Teile für das tschechische Furukawa-Werk. Karin Heidenreich beschreibt diesen Auftrag als einen besonderen Glücksfall: „Normalerweise dauert es etwa drei Jahre, bis aus Anfragen, Kontakten oder Firmenbesuchen Aufträge resultieren. Es lohnt sich aber immer, am Ball zu bleiben, auch wenn der japanische Partner längere Zeit nichts von sich hören lässt.“ Die nächste Unternehmerreise nach Japan wird für Herbst 2003 bereits vorbereitet.
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