EAO ESA als Technologiezentrum Automotive etabliert

Selbst entwickelt und produziert: kundenspezifische elektromechanische und elektronische Kontrollschalter sowie Bedieneinheiten für Pkw. Foto: Wolfgang Schmidt

Mit Handbremskontrollschaltern gelang der EAO ESA Auerbach der Einstieg in die Automobilbranche. Das war Mitte der 90er Jahre. Dr. Herbert Gall, langjähriger Projektleiter Automotive und als frischgebackener Pensionär weiter beratend für das Unternehmen tätig, bezeichnete diesen Schritt als „den Lebensretter“ für den vogtländischen Standort. Die EAO ESA ist eine Zweigniederlassung der EAO Lumitas GmbH. Diese wiederum gehört zur schweizerischen EAO-Gruppe, einem weltweit führenden Hersteller von Schaltern und Baugruppen für die Industrie. Der Sprung in die Automobilindustrie wurde möglich, weil EAO ESA dem VW-Konzern eine überzeugende technologische Lösung anbieten konnte. Mittlerweile ist das Auerbacher Unternehmen Alleinlieferant dieser Schalter für die A 4-Plattform der VW-Gruppe. Jährlich werden allein ca. drei Millionen Handbremskontrollschalter hergestellt.

Forschung und Entwicklung sind das Herz der EAO ESA. Rund ein Fünftel der 52 Beschäftigten arbeitet in diesem Bereich. Das Unternehmen hat damit den Status des Technologiezentrums Automotive der EAO-Gruppe erreicht. In Auerbach werden beispielsweise elektromechanische Gurtschloss-Schalter für Sicherheitsgurte, Kontrollschalter für Sitz und Tür, Bremsbaugruppen sowie Lösungen für die Beleuchtung von Handschuhfach, Ablagefächern und Dachkonsolen entwickelt und gefertigt. Es entstehen keine Standardprodukte, sondern kundenspezifische Applikationen. Zu den Kunden gehören die Marken VW, Audi, Porsche, Skoda, Seat, Bentley, Mercedes-Benz, Saab, der Sonderfahrzeughersteller Karmann und ebenso Systemlieferanten wie Autoliv, Faurecia oder Edscha.

Michael Hirth, als Projektleiter Automotive Nachfolger von Dr. Gall, nennt Schwerpunkte der weiteren Entwicklung bei EAO ESA: „Wir arbeiten daran, neben Schaltern im verdeckten Bereich noch mehr aktive Elemente im sichtbaren Bereich wie beispielsweise dem Cockpit anzubieten. Dabei erweitern wir unsere Kompetenzen dahin gehend, künftig komplette Schalterbaugruppen zu fertigen. Ebenso wird sich unsere Entwicklungstätigkeit noch stärker als bisher auf den Elektronikbereich als den Wachstumsmarkt im Automobil konzentrieren.“ „Wichtig dafür ist“, ergänzt Dr. Gall, „dass die sächsischen Unternehmen der Automobilelektronik auftragsbezogene Partnerschaften eingehen. Dieses für Mittelständler enorm wichtige Vorgehen hat sich bereits bewährt. Mit dem AMZ-Arbeitskreis Automobilelektrik/-elektronik ist man dabei auf einem guten Weg.“

www.eao-esa.de

Artikel vom 09.02.2004

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