Material- und Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil erschließen
Informationsveranstaltung von AMZ und RKW Sachsen GmbH im neuen Technikum von Polysax Bautzen.
Wie sich sächsische Automobilzulieferer Material- und Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil erschließen können, darüber informierten die Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen AMZ und ihr Projektträger RKW Sachsen GmbH auf einer Veranstaltung Anfang August im neu errichteten Polysax Bildungszentrum Kunststoffe in Bautzen. Der Ort war bewusst gewählt. "Das Technikum selbst ist nach neuesten technischen Standards als Niedrigenergiehaus gebaut. In seinen Räumen erfolgt die Aus- und Weiterbildung für die kunststoffverarbeitende Industrie, die wiederum eine Schlüsselstellung bei der Forcierung des automobilen Leichtbaus einnimmt. Wir sehen hier viele Ansatzpunkte für eine langfristige Zusammenarbeit", sagt AMZ-Projektmanager Prof. Dr. Manfred Bornmann.
Die rund 30 Teilnehmer vorwiegend aus der ostsächsischen Industrie erhielten einen Einblick in aktuelle Bundesprogramme sowie weitere Angebote für mehr Effizienz. Dr. Julia Rasch von der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH informierte über das Impulsprogramm VerMat, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei der rentablen Verbesserung ihrer Materialeffizienz berät. Eine Untersuchung der bisher durchgeführten rund 1000 Potenzialanalysen zeige, dass Firmen damit Einsparungen von durchschnittlich zwei Prozent ihres Jahresumsatzes erschließen. Neu ab Mitte August wird der Einsatz von Innovationsgutscheinen sein, welche die Unternehmen über autorisierte Berater erhalten. Damit entfalle die bisher notwendige Antragsstellung. Ebenfalls auf die Belange von KMU ausgerichtet ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand ZIM, dass die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren bis zur Erstellung eines Prototypen fördert.
Beratung vor Ort zu Material- und Energieeffizienz finden sächsische Unternehmen bei der RKW Sachsen GmbH. Dr. Peter Dietrich und Bernd Treptau stellten ein Modell vor, dass den Firmen ermöglicht, Energie strukturierter nach Bedarf einzukaufen und von den Preisschwankungen am Strommarkt zu profitieren. Generell gehören zum Produkt RKW EXPERT energie eine Analyse der Verbraucherstruktur und Vertragsabschlüsse, die Ermittlung
innovativer Energieprodukte für das spezifische Kundenprofil, die Senkung des Energieverbrauchs durch organisatorische und technische Maßnahmen, die organisierte Zusammenarbeit in Interessengruppen für mehr Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sowie Weiterbildungen.
Heribert Heller, Geschäftsführer der Jokey Plastik Sohland GmbH und stellvertretender Vorsitzender des Polysax Bildungszentrum Kunststoffe Bautzen e.V., zeigte auf, wie durch die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik in der Region Synergien für eine moderne Aus- und Weiterbildung in der Kunststoffindustrie geschaffen wurden und jedem Schulabgänger mit einem Abschluss interessante berufliche Perspektiven geboten werden. Ebenso nutzen Universitäten, Hoch- und Fachschulen das mit neuestem Produktions- und Prüfequipment eingerichtete Technikum.
Über AMZ
Die Verbundinitiative wurde 1999 vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ins Leben gerufen. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittelständischen sächsischen Automobilzulieferer nachhaltig zu verbessern. AMZ hat unter Projektverantwortung der RKW Sachsen GmbH bisher 282 Projekte initiiert. Daraus resultieren beträchtliche Umsatz- und Arbeitsplatzpotenziale. So werden die insgesamt beteiligten 1.059 Unternehmen mittelfristig zusätzlich rund 2,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Damit geht die Schaffung von ca. 5.200 neuen Arbeitsplätzen einher. Außerdem erhielten die Unternehmen durch die Netzwerkarbeit wesentliche Impulse zur Ausweitung ihres angestammten Geschäftes. In der jetzigen Phase bis 2012 konzentriert sich die Verbundinitiative insbesondere auf die Themen Innovation, Märkte und Personal.
Kontakt für Rückfragen:
Doris Hantscho
FGV Marketing
Tel.: 0351 8322-372
E-Mail: hantscho@rkw-sachsen.de
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