Sächsische Kompetenz für modulare und intelligente Spezialbehälter

Die ersten CARTECH-Behälter haben die Erwartungen der Nutzer erfüllt - zur Freude der Initiatoren und Akteure. V.r.: Dr. Werner Olle, Zentralgeschäftsführer der Schnellecke Group; Kathrin Ludwig, Projektleiterin bei der Schnellecke-Tochter MMT; Helmut Müller, Geschäftsführer der RKW Sachsen GmbH; Detlef Schubert, Fertigungslogistiker bei der Schnellecke-Tochter BMG; Carsten Müller, Mitarbeiter der Lomma AG; und Werner Köppe, Leitung internationale Projekte bei der Lomma AG. Foto: Reichel

Modular nutzbare Spezialbehälter, die ein qualitätsgerechtes Teilehandling und einen optimalen Transport gewährleisten, sind in der Automobilindustrie gefragt. Die Ansprüche an diese Produkte wachsen. Der Markt fordert auch in diesem Bereich hochwertige, innovative Erzeugnisse. Die RKW Sachsen GmbH und die von ihr gemanagte Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) haben diese Lücke erkannt und kompetente Partner zusammengeführt. In einer Studie wies AMZ Bedarf und Machbarkeit nach. Für das Autoland Sachsen wurde damit ein neues Produkt- und Leistungsspektrum erschlossen: die Entwicklung und Fertigung qualitativ hochwertiger Behälter. „Wir generieren und festigen damit Wertschöpfung in Sachsen und stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes“, umreißt Helmut Müller, Geschäftsführer der RKW Sachsen GmbH, das Hauptanliegen der Initiative. Daraus hat sich ein neues Unternehmen entwickelt - die CARTECH GmbH mit Sitz in Lommatzsch. Es ist die neunte Firmengründung, die mit Unterstützung von RKW Sachsen und AMZ auf den Weg gebracht wurde.

Hinter der CARTECH stehen die Lomma AG, Lommatzsch, und die Schnellecke Group, Zwickau. Die vom ehemaligen VW-Manager Martin Spieß Ende 2005 aus der Insolvenz gerettete Lomma bringt vor allem Produktions-Know-how für den Anlagen- und Spezialbehälterbau inklusive Lack-Kompetenz ein. „Wir bauen damit ein neues Geschäftsfeld auf, entwickeln unsere Automobil-Kompetenzen weiter und sichern Arbeitsplätze“, sagt Werner Köppe, Leitung internationaler Projekte bei der Lomma AG. Die Schnellecke Group als zweiter Partner bürgt für Logistik-Kompetenz und die erforderliche Detailkenntnis aus dem Teile-Handling für zahlreiche Automobilhersteller (VW, Porsche, Opel, Daimler, General Motors, Ford).

Neben dem Standort Lommatzsch soll bei entsprechender Geschäftsentwicklung auch bei der Schnellecke-Tochter MMT in Zwickau produziert werden. Die ersten von CARTECH gefertigten Produkte haben ihre „Feuertaufe“ bereits bestanden. Pilotprojekt waren Behälter für Hinterachsen und weitere Fahrwerkskomponenten für Modulmontagen bei der Schnellecke-Tochter BMG und deren Kunden VW sowie Audi. Angebotsrecherchen laufen gegenwärtig bereits  für weitere Automobilhersteller. Perspektivisch wollen die CARTECH-Akteure modulare Spezialbehälter mit integrierter RFID-Intelligenz auf den Markt bringen. „Wir verfolgen mit der TU Chemnitz die Projektidee einer ‚iBox’ - eines Behälters mit hoher Flexibilität und Zukunftsfähigkeit“, blickt Dr. Werner Olle, Zentralgeschäftsführer der Schnellecke Group, voraus.

www.lomma.de; www.schnellecke.com; www.rkw-sachsen.de  

Artikel vom 28.12.2007

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