Auslandsgeschäfte: Flexibel auf die Markt-Anforderungen reagieren

Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – so lässt sich die Situation im Auslandsgeschäft in den letzten drei Jahren beschreiben: Einem Exportzuwachs von 8,7 % im Jahr 2007 folgte ein gravierender Rückgang 2008 und dieses Jahr der jähe Absturz auf voraussichtlich minus 17 %. Dabei liegen die Ursachen nicht in der mangelnden Attraktivität der Erzeugnisse oder im Unvermögen der Unternehmen.

Ausländische Märkte bieten oft lukrative Möglichkeiten und Chancen zur Expansion, doch bergen dortige Rechtssysteme, Sprachen und Handelsgepflogenheiten sowie die wirtschaftliche und politische Lage auch Risiken. Damit sich Unternehmen gegen die Wagnisse des Auslandsgeschäftes wappnen können, bietet die RKW Sachsen GmbH seit mehr als zehn Jahren entsprechende Beratungsleistungen und Weiterbildungen an. Die Seminare werden von auslands- und geschäftserfahrenen Beratern und Dozenten geleitet, die den Unternehmern wichtige Fragen für den Weg in die Ferne beantworten, z.B.:  „Wie erschließe ich neue Auslandskontakte und wie reagiere ich flexibel auf die Anforderungen des ausländischen Marktes?“ oder „Wie pflege ich bestehende Geschäftsverbindungen sorgsam weiter?“

Risiken minimieren

Eine aktuelle Studie von prognos im Auftrag der Bundesregierung ergab, dass 47% der in Frage kommenden Firmen planen, ins Auslandsgeschäft einzusteigen. Noch jedoch fehle es vielen an ausreichenden Kenntnissen, was das Risiko erhöht. Daher informiert die RKW Sachsen GmbH umfangreich zu allen Fragen der internationalen Geschäftsaktivitäten: Zur Zollpraxis, zu Versand und Logistik, zu den Liefer- und Zahlungsbedingungen, zur Umsatzsteuerproblematik im Auslandsgeschäft sowie zur Vertragspraxis. Und: Bei grenzüberschreitenden Investitionen gibt es abhängig von Land oder Region Fördermöglichkeiten, die das RKW Sachsen Ihnen aufzeigen kann.

Neuen Regelungen gerecht werden

Unternehmen schrecken oft zurück, wenn sie mit den zoll- und außenwirtschaftsrechtlichen Regelungen konfrontiert werden. Viele dieser Regelungen haben sich nach dem 11. September 2001 geändert. Geschäftspartner sind hinsichtlich einer etwaigen Nähe zum internationalen Terrorismus zu prüfen. Um den Sicherheitsstandard im Auslandsgeschäft zu erhöhen, setzt sich international die Zertifizierung der Ex- und Importeure durch und in der EU gibt es seit dem 1. Januar 2008 den „Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten“ (AEO) als eine Art ISO-Zertifizierung für die Zollabwicklung. Hinzu kommt, dass Bewilligungen zur vereinfachten Abfertigung beim Zoll in ihren Voraussetzungen dem AEO-Standard angepasst werden. Das RKW Sachsen bietet auch für diesen Bereich Beratung und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Wir unterstützen Unternehmen praxisrelevant, insbesondere auch bei der Gestaltung außenwirtschaftsrelevanter Strukturen und Arbeitsabläufe in den Unternehmen. So wird eine erfolgreiche Geschäftsabwicklung – auch im Umgang mit den Behörden – gewährleistet.

Sachsen ist Spitze!

Ein Beispiel für Erfolg in der Außenwirtschaft: Die sächsische Exportwirtschaft konnte 2008 Umsätze im Ausland von 23,2 Milliarden Euro realisieren. Das ist doppelt so hoch wie der Vergleich zu den anderen neuen Bundesländern und macht fast ein Drittel des gesamten ostdeutschen Exportumsatzes aus. 35,5 % des Produktionsvolumens in Sachsen werden direkt durch die Auslandsmärkte bestimmt. Das schlägt sich auch im lebhaften Interesse der Unternehmen an den Beratungs- und Weiterbildungsangeboten des RKW Sachsen rund um das Thema Auslandsengagement nieder.

Gern stehe ich Ihnen als Ansprechpartnerin für Weiterbildungen beratend zur Seite:
Christine Brodauf
Tel.: 0351 8322-338
E-Mail: brodauf(at)rkw-sachsen.de

Artikel vom 30.10.2009

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