Novellierung des GmbH-Gesetzes – Die Mini-GmbH soll viele Vorteile bringen

Bislang brauchte man neben einer guten Idee und Ausdauer auch 25.000 Euro, um eine GmbH zu gründen. In Zukunft soll es einfacher, schneller und günstiger gehen: Mit nur 10.000 Euro Stammkapital soll man künftig eine GmbH gründen können, mit nur 1 Euro eine sogenannte Unternehmergesellschaft (UG), auch "Mini-GmbH" genannt. Allerdings ist das mit Auflagen verbunden.

Noch im Gesetzgebungsverfahren - jedoch schon Anfang 2008 - könnte es möglich sein, eine normale Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) mit 10.000 Euro statt wie bisher mit 25.000 Euro Stammkapital zu gründen. Mit der geplanten Novellierung des GmbH-Gesetzes soll der Wettbewerbsnachteil der GmbH gegenüber Rechtsformen wie der englischen Limited abgeschafft werden. Neben der Geld- wird auch die Zeitersparnis beträchtlich sein: Wenn sich die Gründer einer von der Bundesregierung ausgearbeiteten Mustersatzung für GmbHs bedienen und keine Grundstücke involviert sind, entfällt künftig die notarielle Beurkundung. Eine Beglaubigung reicht. Davon erhofft sich die Bundesregierung, dass die Gründung einer GmbH einen Tag und nicht wie bisher mehrere Wochen dauert.

Mini-GmbH soll Eigenkapital aufbauen

Um den Bedürfnissen von Existenzgründern (z. B. Dienstleistern), die am Anfang nur sehr wenig Stammkapital besitzen und benötigen, zu entsprechen, ist eine Einstiegsvariante der GmbH geplant: die haftungsbeschränkte Untergesellschaft. § 5a des GmbH-Gesetzes soll die Gründung von Mini-GmbHs mit dem symbolischen Stammkapital von einem Euro ermöglichen. Das Handelsblatt (handelsblatt online, 15.05.2007) weist darauf hin, dass die Gläubiger aber nicht ungeschützt bleiben: "Für die Mini-GmbH gelten strenge Transparenzvorschriften. Außerdem wird die Gesellschaft verpflichtet, jedes Jahr ein Viertel des Gewinns als Rückstellung zu bilanzieren und so Stück für Stück Eigenkapital aufzubauen". Werden dabei die für die GmbH-Gründung nötigen 10.000 Euro erreicht, besteht die Möglichkeit, die Mini-GmbH zur echten GmbH umzuwandeln.

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Doris Hantscho
RKW Sachsen GmbH Dienstleistung und Beratung
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Artikel vom 02.07.2007

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