AMZ feiert 10-jähriges Bestehen in Chemnitz

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich würdigte AMZ als wichtige Institution zur Förderung von Produkt- und Technologieentwicklung

Foto RKW Sachsen GmbH: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich bei der Jubiläumsveranstaltung 10 Jahre AMZ

Für die Renaissance des Autolandes Sachsen habe AMZ einen wesentlichen Beitrag geleistet, würdigte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich die Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums am 28. Oktober 2009 in Chemnitz. „AMZ vernetzt auf exzellente Weise“, sagte er.

Die Initiative habe in mehr als 260 Projekten Produkt- und Technologieentwicklungen vorangetrieben und dabei mehr als 1.000 Unternehmen zusammengeführt. „Hier ist etwas Großartiges gewachsen“, betonte er. Darauf lasse sich aufbauen für die zweite automobile Revolution, für die Sachsen gut gerüstet sei. Nach temporären konjunkturfördernden Maßnahmen wie der Abwrackprämie oder der Kurzarbeit sieht Tillich die unterstützende Rolle des Staates vor allem in exzellenter Bildung und Ausbildung und in der Unterstützung von Forschung und Entwicklung.

Aufbau von Produkt- und Prozessinnovationen mit Unterstützung von AMZ

Unternehmer berichteten, wie sie mit Unterstützung von AMZ Produkt- und Prozessinnovationen aufbauen und in nachhaltiges Wachstum umsetzen konnten. Wolfgang Osterode, Geschäftsführer der FEP Fahrzeugelektrik Pirna GmbH, zeigte auf, wie die Firma mittels Verbundaktivitäten zu einem führenden Hersteller von Öldruckschaltern und Steckverbindern für die internationale Automobilindustrie wachsen konnte.

Wolfgang Neubert, Geschäftsführer der Anchor Lamina GmbH Chemnitz, informierte, dass die Technische Universität Dresden fast genau zum AMZ-Geburtstag eine neue Schneid- und Umformeinheit in Betrieb genommen hat, die in einem AMZ-Netzwerk entstanden ist.

Dr. Eberhard Reißmann, Geschäftsführer der XENON Automatisierungstechnik GmbH Dresden, legte dar, dass vor allem die hohen Anforderungen der Automobilindustrie und die Begleitung durch AMZ das Werden und Wachsen des Sondermaschinenbauers geprägt haben.

Einen kompakten und gegenüber herkömmlichen Produkten leichteren und leistungsfähigeren elektrischen Kunststoff-Stellmotor stellte Dr. Christian Becker, Entwicklungsleiter bei der Steffen Söhner GmbH Glashütte, vor. AMZ begleitet die Planung des Projekts und stellte u. a. Kontakte zu potenziellen Interessenten her.

Die SF Automotive GmbH & Co. KG Freiberg ist eine von zehn Firmen, die ihre Gründung dem Wirken der Verbundinitiative verdanken. Geschäftsführer Helmut Knöbel verwies darauf, dass SF parallel mit der Ansiedlung von Takata-Petri entstanden sei und das unmittelbar benachbarte Werk mit Treibsätzen für Airbag-Gasgeneratoren beliefere. Seitdem forscht der Treibsatzproduzent in AMZ-Projekten kontinuierlich an Neu- und Weiterentwicklungen des Produktes.

Mit Innovationen für den Fahrzeuginnenraum macht die Car Trim GmbH Plauen regelmäßig auf sich aufmerksam. Dazu gehören eine klimafreundliche Sitzunterpolsterung, ein hochwertiger Seidenbezugsstoff sowie elektrische Taster aus leitfähigen textilen Materialien. Wie Geschäftsführer Ernst Biermann betonte, habe AMZ entscheidend beigetragen, dass sich für solche Innovationen die richtigen Partner in der Region zusammenfanden.

10 Jahre Verbundinitiative AMZ

Weil technische Innovationen untrennbar mit Investitionen, Finanzierungen und weiteren betriebswirtschaftlichen Aufgaben verbunden sind, schätzen die Unternehmen ebenso die fundierte Begleitung in diesem Bereich gemäß dem Leitbild von AMZ, von der Idee zum SOP durchgängig zu unterstützen. Die Verbundinitiative baut dabei insbesondere auf die Kompetenzen ihres Projektträgers, der RKW Sachsen GmbH. Das Dienstleistungs- und Beratungshaus unterstützt mit einem abgestimmten Leistungsportfolio die nachhaltige Entwicklung mittelständischer Unternehmen. Mit seinem Konzept für eine sächsische Automobilzulieferinitiative setzte es sich Ende der 1990er Jahre in einer europaweiten Ausschreibung durch und verantwortet seitdem die Arbeit von AMZ. Helmut Müller, Geschäftsführer der  RKW Sachsen GmbH, sprach seinen Dank an alle aus, die das Werden und Wachsen der Verbundinitiative aktiv unterstützt haben, allen voran der Freistaat Sachsen sowie die sächsischen Industrie- und Handelskammern und die Wirtschaftsförderung Sachsen als Partner von AMZ.

In einer Ausstellung konnten sich die Gäste der Veranstaltung anhand von Exponaten und Großplakaten ein Bild von den Leistungen machen, die in bisher 263 Projekten erreicht wurden.

Bei Fragen zu AMZ wenden Sie sich bitte an:

Dr. Claudia Scholta
Projektmanagerin AMZ
Tel.: 0371 5347-368
E-Mail: scholta(at)amz-sachsen.de

Artikel vom 21.12.2009

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