September 2004: 22. Karosserie-Fachtagung - AMZ Mitveranstalter

Konkurrenzloser Gedankenaustausch - Wolfgang Leimgruber, Leiter Karosseriebau und Lackierung der Porsche AG, erklärt die Neuerungen am BMW 6er Cabrio.

Rund 120 europäische und japanische Automobilbau-Experten diskutierten Ende September 2004 in Dresden Trends in Entwicklung, Planung und Fertigung neuer Karosseriekonzepte. Sie folgten der Einladung des Internationalen Rohbau-Expertenkreises (IRE), der in seiner 16-jährigen Geschichte damit erstmals außerhalb Baden-Württembergs tagte. Die Auswahl Dresdens sei mehr als eine Referenz an die 100-jährige Geschichte des Autolandes Sachsen, betonte IRE-Geschäftsleiter Berthold Fröhlich. „Mit VW, Porsche und BMW haben sich namhafte OEM angesiedelt. Ebenso hat sich eine bedeutende Zulieferlandschaft entwickelt, die im Netzwerk AMZ zusammenarbeitet. Das sächsische Potenzial der Branche weiter nach außen zu tragen, dazu wollten wir neben der Vorstellung aktueller Karosseriebautrends einen Beitrag leisten“, sagte Fröhlich.

Sächsische Ausrüster und Komponentenfertiger nutzten die Chance, sich mit ihrem Leistungsspektrum Fachleuten von Audi, BMW, DaimlerChrysler, Karmann, Kuka, Nissan, Porsche, Renault, Skoda, Thyssen-Krupp, Volkswagen sowie weiteren Automobil- und Anlagenbauern vorzustellen. Doreen Walter von der K + L Elektrotechnik GmbH Limbach-Oberfrohna informierte, dass ihr Unternehmen erstmals zu einer IRE-Fachtagung eingeladen wurde. „Als wir das Programm sahen, war klar, dass das ein gutes Podium für uns als Ausrüster im Karosseriebau ist. Das hat sich nach der Ausstellung bestätigt. Wir konnten uns bekannter machen bei OEM und großen Anlagenherstellern und sehr gute Gespräche führen. Es ist gut, dass AMZ diesen Expertenkreis nach Dresden geholt hat.“ Auch Bernd Möckel, Mitglied der Geschäftsleitung der Aweba Werkzeugbau GmbH Aue, lobte die Initiative vom Mitveranstalter RKW Sachsen GmbH/AMZ: „Wir sind mit den richtigen Leuten ins Gespräch gekommen. Eine solche Gelegenheit, sich sozusagen mit Heimvorteil zu präsentieren, bekommt man nicht alle Tage.“ Diesen Tenor bestätigten auch weitere sächsische Aussteller, die zugleich die Möglichkeiten nutzten, sich über aktuelle Tendenzen im Rohbau zu informieren. Der verstärkte Einsatz höherfester Stähle, der Materialmix mit Aluminium, Kunststoff und weiteren Leichtbauwerkstoffen, der Vormarsch von Laser-Fügeverfahren sowie der wachsende Anteil digitaler Entwicklung und Planung bestimmten die Vorträge der Referenten.

Nicht stur Gewicht reduzieren, sondern die Teile funktioneller gestalten, heißt der Anspruch bei BMW, der am Beispiel des 6er Cabrios vorgestellt wurde. Zu den Innovationen gehört die Frontklappe, bei der erstmals Innenblech und Außenhaut mit einem Zweikomponentenkleber verbunden wurden. Damit wird die Dicke der Alubleche reduziert und die Steifigkeit erhöht. Auf innovative Fertigungsverfahren wie das Laserschweißen setzt der Karosserie- und Cabriospezialist Karmann bei der Produktion des Dachsystems für das Renault Megane Coupe-Cabrio. Rohbauanforderungen an den neuen Porsche 911 stellte der Stuttgarter Sportwagenhersteller vor. Für das neue Modell entstand eine flexible Geometrielinie, auf der sechs Fahrzeugtypen ohne Erhöhung der Fertigungsfläche hergestellt werden. Praktischen Einblick in moderne Laser-Fügeverfahren erhielten die IRE-Teilnehmer beim Besuch des Fraunhofer-Institutes für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden.

 

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